Stand: 05.05.2026
Dieses Dokument beinhaltet allgemeine Informationen zur Erfassung von nicht-lateinische Schriften in Alma.
Grundsätzliches Vorgehen
Die Transliteration ist verpflichtend zu erfassen, Datensätze dürfen nicht ausschließlich in nicht-lateinischer Schrift ohne Transliteration angelegt werden. Die Angabe der nicht-lateinischen Originalschrift im verknüpften Feld 880 wird darüber hinaus dringend empfohlen, da sie für die Recherche und Darstellung im Katalog einen erheblichen Mehrwert für alle Nutzerinnen und Nutzer bietet.
Einfügen von Feldern mit nichtlateinischen Schriften
Originalschriften werden in Feld 880 abgebildet, die Feldnummer wird jedoch nicht angezeigt.
Möchten Sie eine Originalschrift hinzufügen, dann positionieren Sie den Cursor im betreffenden Feld im Metadaten-Editor.
Menü >
[Bearbeitungs-Aktionen] >
[Neue alternative grafische Darstellung] → gewünschte Schrift wählen → ein neues Feld öffnet sich darunter (wenn ein Feldinhalt vorhanden ist, wird dieser vom System kopiert und muss gelöscht werden) → Text in Originalschrift eintragen

Auch bei noch nicht ausgefüllten Feldern kann die Funktion [Neue alternative grafische Darstellung]
angewendet werden:

Eine Notiz zu Sprache und Schrift kann in
Feld 546 ergänzt werden.
Kategorie 880
880 Originalschrift (Andersschriftliche Darstellung)
Originalschriften werden in Feld 880 abgebildet: Jedes Feld (z.B. 100, 245, 264,…), das einen zusätzlichen Eintrag in Originalschrift erhält, wird mit diesem über $$6 verknüpft. 880 würde bei manueller Eingabe verwendet werden, "verschwindet" aber beim Speichern. Der Feldinhalt wird angezeigt, die Feldnummer 880 aber nicht.
| 100 1# |
$$6 880-01 $$a Trenin, Dmitrij Vitalʹevič |
| 880 1# |
$$6 100-01/(N $$a Тренин, Дмитрий Витальевич |
| 245 10 |
$$6 880-02 $$a Rossija i mir v XXI veke |
| 880 10 |
$$6 245-02/(N $$a Россия и мир XXI веке |
Die Möglichkeit das "versteckte" Feld 880 zu sehen, bietet die Funktion "Verknüpfungsinformationen anzeigen" unter "Datensatz-Aktionen":

Ansicht:

"Verknüpfungsinformationen anzeigen" ist eine Funktion, die von Sitzung zu Sitzung ausgewählt bleibt, bis Sie Ihre Auswahl entfernen.
Richtungszeichen
Der Alma Metadaten-Editor erkennt, wenn ein Feld in einer nicht-lateinischen Schrift ausgefüllt wird, deren Schreibrichtung von rechts nach links läuft (z.B. Hebräisch oder Arabisch). Die Schreibrichtung innerhalb des betroffenen Feldes wird automatisch geändert.

Für Fälle, wo innerhalb eines Feldes Schriften mit unterschiedlichen Schreibrichtungen erfasst werden müssen, gibt es die Möglichkeit, Richtungszeichen anzuwenden. In Unicode sind diese normalerweise nicht sichtbar. Über [Bearbeitungs-Aktionen] > [Richtungszeichen anzeigen] kann zuerst deren Anzeige und schließlich die gewünschte Formatierung eingestellt werden.

Bei den Punkten [Markierung von links nach rechts] bzw. [Markierung von rechts nach links] handelt es sich um sog. "implizite Markierungen" – verwenden Sie diese nicht bzw. nur für "neutrale" Zeichen. Nutzen Sie stattdessen je nach Erfordernis den [Einschluss von links nach rechts] (z.B. für ein deutsches Wort innerhalb eines arabischen Titels) bzw. den [Einschluss von rechts nach links] (z.B. für ein hebräisches Wort innerhalb eines deutschen Titels). Die Funktion [Richtungsformatierung abschließen] wird verwendet, um den jeweiligen Einschluss abzuschließen.
Beispiel:
Die Feldrichtung läuft von links nach rechts:

Ein hebräisches Wort wird in einen lateinischen Text eingefügt und die Feldrichtung ändert sich automatisch:

Nichtsortierzeichen sind z.B. „neutrale“ Zeichen. Cursor vor den Nichtsortierzeichen positionieren (siehe oben roter Pfeil) > [Markierung von links nach rechts] > Die Nichtsortierzeichen sind - markiert mit einem Pfeil → - an der korrekten Stelle:

Um die korrekte Schreibrichtung zu erhalten, den Cursor vor den Beginn des Links-nach-rechts-Teils setzen (siehe oben roter Pfeil) > [Einschluss von links nach rechts] > das Richtungszeichen ᒥ wird eingefügt. Die Feldrichtung bleibt rechts nach links, die Schreibrichtung ist korrekt, aber die Anzeige des zugehörigen Subfeldes ist noch nicht korrekt:

Dazu den Cursor am Ende des Subfeldes positionieren (siehe oben roter Pfeil) > [Richtungsformatierung auskellern] > das Richtungszeichen ▼ wird sichtbar. Die gesamte Feldrichtung bleibt rechts nach links, die (Sub-)Felder sind in der korrekten Reihenfolge.

Feldansicht ohne Bearbeitungsmodus:

Die Alma-Kurzanzeige ist korrekt abgebildet:

Erfassung in MARC
→
Originalschriften - Einzelne Kategorien in MARC
Beispiele
Beispiele für Transliterationen und Originalschriften finden Sie in der
Beispielsammlung.
Transliterationsstandards
- Aktuelle Liste der gültigen Transliterationstabellen: RDA-A-SPRCH Transliterationsstandards
- Transliterationstabellen der folgenden Sprachen für den deutschsprachigen Raum finden Sie im RDA Original Toolkit → Werkzeuge → Transliterationstabellen für den deutschsprachigen Raum
- Kyrillische Alphabete slawischer Sprachen DIN 1460-1 (Ausgabe im Toolkit: April 1982, Aktuelle Ausgabe: 2021* Gegenüber DIN 1460:1982-04 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Ergänzung von Unicode-Codierungen in der Umschrifttabelle; b) Aufnahme von Kirchenslawisch in den Anwendungsbereich der Norm; c) Abgrenzung von Apostroph und weichem Zeichen; d) Anpassung der russinischen Transliteration an den internationalen wissenschaftlichen Standard; e) Beschreibung der Besonderheiten der altkyrillischen Schrift; f) Ergänzung von Beispielen zur Transliteration; g) Aktualisierung von Verweisungen; h) Norm redaktionell überarbeitet. Gegenüber DIN 1460-1:2021-03 wurden folgende Korrekturen vorgenommen: a) in Tabelle 1 "Umschrifttabelle" in Lfd. Nr. 44 wurde der Unicode-Wert U+0443/U+0308 (Tabellenspalte 3) durch U+04F1 und der Unicode-Wert U+0423/U+0308 (Tabellenspalte 5) durch U+04F0 ersetzt. Die korrespondierenden Zeichen in Spalte 2 und 4 sind entsprechend den neuen Unicode-Werten ersetzt worden. b) in Tabelle 1 "Umschrifttabelle" in Lfd. Nr. 70 wurde der Unicode-Wert U+04E9 (Tabellenspalte 3) durch U+0473 und der Unicode-Wert U+04E8 (Tabellenspalte 5) durch U+0472 ersetzt. Die korrespondierenden Zeichen in Spalte 2 und 4 sind entsprechend den neuen Unicode-Werten ersetzt worden.)
- Kyrillische Alphabete nicht-slawischer Sprachen DIN 1460-2 (Ausgabe im Toolkit: Oktober 2011)
- Griechisches Alphabet DIN 31634 (Ausgabe im Toolkit: Oktober 2011)
- Arabisches Alphabet für die Sprachen Arabisch, Osmanisch-Türkisch, Persisch, Kurdisch, Urdu und Paschtu DIN 31635 (Ausgabe im Toolkit: Juli 2011)
- Hebräisches Alphabet DIN 31636 (Ausgabe im Toolkit: Januar 2011, Aktuelle Ausgabe: 2018* Gegenüber DIN 31636:2011-01 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) redaktionelle Überarbeitung des gesamten Dokuments; b) Abschnitt 8 k) wurde überarbeitet; c) Abschnitt 9 a) wurde ergänzt.)
- Armenisches Alphabet DIN 32706 (Ausgabe im Toolkit: Januar 2010)
- Georgisches Alphabet DIN 32707 (Ausgabe im Toolkit: Januar 2010)
- Japanisch DIN 32708 (Ausgabe im Toolkit: August 2014)
- Tamil DIN 33903 (Ausgabe im Toolkit: Februar 2016)
- Chinesisch ISO 7098 (Ausgabe im Toolkit: 2015)
- Devanagari DIN 33904 (Ausgabe im Tookit: fehlt, Aktuelle Ausgabe: 2018*)
* Bei manchen Schriften sind die aktuellen Transliterationsstandards nicht im Toolkit verfügbar - da sie derzeit auch nicht frei zugänglich sind, müssten sie über die jeweilige Institution erworben werden.
Nützliche Hilfsmittel
Bei der Nutzung von Transliterationstools oder KI-Programmen ist zu beachten, dass die Transliteration immer auf Korrektheit überprüft werden muss. Falls man nicht die Kenntnisse hat, die zur Überprüfung erforderlich sind, zuerst die
Originalschriften - Ansprechpersonen kontaktieren, oder wenn keine Ansprechperson erreichbar ist, bitte ein Feld
970 8# $$h Transliteration durch KI generiert! im Datensatz ergänzen. Damit eine spätere Überprüfung dieser Datensätze möglich ist, muss die Originalschrift korrekt aus der Vorlage im Datensatz erfasst sein.
Um die korrekte Originalschrift zu erfassen, sind die Bibliothekskataloge der jeweiligen Länder oft hilfreich (z. B. für Japanisch
https://ndlsearch.ndl.go.jp/en/ oder
https://ci.nii.ac.jp/books/, für Griechisch
https://search.lib.auth.gr/?lng=en oder
https://www.nlg.gr/). Besonders wenn eine ISBN vorhanden ist, kann man gezielt nach der entsprechenden Ausgabe suchen. Es können auch viele KI-Programme aus einer gescannten Titelseite den originalschriftlichen Titel erkennen und auslesen, trotzdem muss das Ergebnis immer anhand der Vorlage überprüft werden.
Empfohlene Transliterationstools:
- Osmikon
- https://www.osmikon.de/osmikonsearch (Stand: 31.10.2025)
Bulgarisch, Mazedonisch, Russisch, Serbisch (kyrillisch), Ukrainisch, Weißrussisch
Rechts im Suchschlitz anklicken um die Sprache auszuwählen! (im Suchfeld ist auch eine virtuelle Tastatur für weitere lateinische Schriften mit Diakritika oder nichtlateinische Schriften aufrufbar)
- THLib
- https://thlib.org/terms/#/terms/transliterate (Stand: 31.10.2025)
Tibetisch
- ScriptShifter
- https://bibframe.org/scriptshifter (Stand: 12.11.2025)
Serbisch (kyrillisch)
Transliterationstool der Library of Congress: nicht für andere Schriften/Sprachen geeignet, da die Transliteration nicht den vorgegebenen Transliterationsregeln im DACH-Raum entsprechen
Sonderzeichen, Bildschirmtastatur
Sonderzeichen in Alma einfügen
Ansprechpersonen
Originalschriften - Ansprechpersonen für Sprachen mit nicht-lateinischer Schrift (Die Seite ist nur nach Login zugänglich! Verwenden Sie dazu bitte Aleph-Paraphe oder OBV-Login!)