Für weitere Informationen siehe:
Exkurs: Plakate
Angabe von, auf Plakaten genannte/erwähnte Personen:
Auf Plakaten, die Veranstaltungen wie Vorträge, Theateraufführungen oder Filme etc. ankündigen, können zahlreiche Personen genannt sein. Diese Personen sind jedoch in vielen Fällen weder, im Sinne der RDA, für die Entstehung oder Gestaltung etc. eines vorliegenden Plakates verantwortlich, noch daran beteiligt.
Ein/e SchauspielerIn z.B. ist nach RDA als „
Ausführender, der zu einer Expression eines Werks als Ensemble-Mitglied oder Darsteller in einer musikalischen oder dramatischen Darbietung etc. beiträgt“ definiert. Der Code „act“ (SchauspielerIn) darf daher als Beziehungskennzeichnung z.B. bei der Erschließung eines Filmes verwendet werden, nicht aber bei der Katalogisierung eines Plakates, auf dem der/die SchauspielerIn genannt ist.
Ein/e ModeratorIn z.B. ist nach RDA als „
ein Ausführender, der an einer Expression eines Werks mitwirkt, indem er ein Programm leitet, meist eine Sendung, in dem Themen diskutiert werden, normalerweise mit Teilnahme von Experten auf den diskutierten Gebieten“ definiert. Der Code „mod“ (ModeratorIn) darf also als Beziehungskennzeichnung z.B. bei der Erschließung eines Fernsehmitschnittes einer Diskussionssendung verwendet werden, nicht aber bei der Katalogisierung eines Plakates, auf dem der/die ModeratorIn genannt ist.
Stattdessen wird bei der Katalogisierung von Plakaten in diesen Fällen in $$4 ausschließlich die Beziehungskennzeichnung „Erwähnt“ ($$4 oth $$e Erwähnt) verwendet.
Hinweis zu 751 bei der Katalogisierung von Plakaten
Wird ein Ort auf einem Plakat als Veranstaltungsort genannt, dann kann dieser, verlinkt mit der GND (nur Geografie-Schlagworte verwenden!) und in Verbindung mit der Beziehungskennzeichnung „Erwähnt“ ($$4 oth $$e Erwähnt), in normierter Form in 751 angegeben werden.
Beispiel Katalogisierung eines Filmes
| 245 00 |
$$a Maikäfer, flieg! $$c ein Film von Mirjam Unger ; nach dem Roman von Christine Nöstlinger ; Buch: Sandra Bohle, Mirijam Unger ; Regie: Mirjam Unger ; Kamera: Eva Testor ; Musik: Eva Jantschitsch ; Zita Gaier, Ursula Strauss, Gerald Votava und weitere |
| 700 1# |
$$a Unger, Mirjam $$d 1970- $$0 (DE-588)13983320X $$4 fmd $$4 aus |
| 700 1# |
$$a Bohle, Sandra $$d 1967- $$0 (DE-588)1062285875 $$4 aus |
| 700 1# |
$$a Testor, Eva $$d 1967- $$0 (DE-588)138816999 $$4 oth |
| 700 1# |
$$a Strauss, Ursula $$d 1974- $$0 (DE-588)139879722 $$4 act |
| 700 1# |
$$a Gaier, Zita $$d 2006- $$0 (DE-588)1163229024 $$4 act |
Beispiel Katalogisierung eines Filmplakates
| 245 00 |
$$a Maikäfer, flieg! $$c ein Film von Mirjam Unger nach dem Roman von Christine Nöstlinger : Eröffnungsfilm Official selection Diagonale : Zita Gaier, Ursula Strauss, Gerald Votava |
| 520 ## |
$$a Zita Gaier als Christl |
| 700 1# |
$$a Unger, Mirjam $$d 1970- $$0 (DE-588)13983320X $$4 oth $$e Erwähnt |
| 700 1# |
$$a Nöstlinger, Christine $$d 1936-2018 $$0 (DE-588)118811738 $$4 oth $$e Erwähnt |
| 700 1# |
$$a Strauss, Ursula $$d 1974- $$0 (DE-588)139879722 $$4 oth $$e Erwähnt |
| 700 1# |
$$a Gaier, Zita $$d 2006- $$0 (DE-588)1163229024 $$4 oth $$e Abgebildet |
Beispiel Veranstaltungsort auf einem Plakat als normierter geografischer Ort in 751
| 245 00 |
$$a Christmas in Vienna ... 16. December 1996 ... Austria Center Vienna ... |
| 751 ## |
$$a Austria Center $$g Wien $$0 (DE-588)4409574-0 $$4 oth $$e Erwähnt |
Exkurs: Provenienz
Angaben zur Provenienz werden, wenn bekannt oder ermittelt, angegeben. Dies erfolgt stets unter Berücksichtigung der „öffentlichen Relevanz“ einer Provenienz. Ehemalige Standortsignaturen einer Sammlung, einer Bibliothek, eines Archives etc. sind daher nur dann als Provenienz anzugeben, wenn diese auch tatsächlich als „öffentlich relevant“ angesehen werden.
Bei der Angabe von Personennamen, persönlichen Anschriften etc. ist darauf zu achten, dass mögliche datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen eingehalten werden und die Nennung von Personenangaben nicht gegen den Willen der betreffenden Person/en erfolgt/en.
Unikate
Bei Unikaten werden Angaben zur Provenienz direkt im bibliografischen Datensatz, und zwar in MARC 561 sowie MARC 700 und/oder MARC 710 eingetragen.
In MARC 561 können, nach einer freien, sinngebenden Einleitung beispielsweise, Angaben zum Besitzvermerk, zu Besitzstempel etc. in Vorlageform angegeben werden.
In MARC 700 und/oder MARC 710 kann/können der/die aktuelle/n BesitzerInnen mit der Beziehungskennzeichnung „own“ und/oder der/die VorbesitzerInnen mit der Beziehungskennzeichnung „fmo“ in Subfeld $$4 angegeben werden. In MARC 700 erfolgt der Eintrag, wenn vorhanden, mit GND-Verlinkung oder, wenn kein GND-Eintrag vorliegt, im Format Nachname, Vorname.
In MARC 710 erfolgt der Eintrag der Körperschaft nur mit GND-Verlinkung.
Wenn für die betreffende Körperschaft kein GND-Eintrag vorliegt, werden etwaige Angaben nur in Vorlageform in MARC 561 angegeben.
Beispiele
| 561 ## |
$$a Eigentümervermerk auf der Rückseite: ... |
| 561 ## |
$$a Besitzstempel links unten: ... |
| 700 10 |
$$a ... $$4 fmo |
Nicht unikale bildliche Ressourcen
Bei nicht unikalen bildlichen Ressourcen werden Angaben zur Provenienz im Holding in MARC 695 in Ansetzungsform und in MARC 992 $$p nach Vorlageform eingetragen.
Hinweis Da Angaben in MARC 695 nicht mit der GND verknüpfbar sind, müssen hier GND-Einträge manuell eingetragen (kopiert) werden. Wenn es keinen zutreffenden Eintrag des gesuchten Personennamens in der GND gibt, der übertragen werden kann, werden Angaben zur Person im Format Nachname, Vorname angegeben.
Wenn es keinen zutreffenden Eintrag der gesuchten Körperschaft in der GND gibt, der übertragen werden kann, werden Angaben zur Körperschaft im Holding ausschließlich in Vorlageform in MARC 992 $$p eingetragen.
Für weitere Informationen siehe:
Exkurs: Katalogisierung von Bildbeständen unter Verwendung von NAK/RNAB
.) Ein „Bildbestand“ ist hier nicht ein Bestand im Sinne eines „Holding“ in Alma, sondern ein Bestand im Sinne der RNAB:
„
Die übergeordnete Ressource Bestand ist ein Komplex von Ressourcen gleicher Provenienz. Er wird in der Regel von einer oder einem, gelegentlich auch von mehreren Bestandsbildnerinnen oder Bestandsbildnern überliefert […]
Eine Bestandsbildnerin/ein Bestandsbildner ist eine Person, eine Familie oder eine Körperschaft, die Ressourcen selbst geschaffen oder zusammengetragen hat. Bestände sollen in der Regel nach dem Provenienzprinzip als geschlossene Einheiten behandelt werden […]“
Weiters unterscheidet die RNAB zwischen den Beständen
Personen- und Familienarchive,
Körperschaftsarchive und
Sammlungen. Beim Katalogisieren von Bildbeständen in Archiven, Bibliotheken usw. sind insbesondere „Sammlungen“ im Sinne der RNAB von Relevanz: „
Eine Sammlung ist die Summe aller Ressourcen, die unter personen-, themenbezogenen oder formalen Kriterien zusammengetragen wurden. Man unterscheidet folgende Sammlungstypen […]
Sammlung, die vor der Übergabe an die bestandshaltende Institution angelegt wurde […]
Sammlung, die sich innerhalb eines Bestands befindet, angelegt von der Bestandsbildnerin oder vom Bestandsbildner oder von der bestandshaltenden Institution (= Summe aller Sammelstücke […]
) (
Quelle: https://d-nb.info/1250862868/34 Seite [7]f - Stand: 25.08.2026) und: „
Sammlung, die von einer bestandshaltenden Institution angelegt wird, indem einzelne Ressourcen zu einem eigenständigen Bestand (z. B. Autografen-, Plakat-, Foto-, personenbezogene Sammlung) zusammengeführt und aufgestellt werden.“ (
Quelle: https://d-nb.info/1250862868/34 Seite [7]f - Stand: 25.08.2026)
.) Unter Verwendung der Alma-NAK-Bestand- und Alma-NAK-Werk-Vorlagen, in Kombination mit Alma-Bild-Vorlagen des OBVSG, wird zur Veranschaulichung in Folge ein fingierter(!) Bild-Bestand katalogisiert, wobei folgendes angenommen wird: 10 Zeichnungen und eine Grafik (mit Bildtitel in italienischer Sprache) mit Ansichten aus Italien, aus den Jahren 1901 bis 1905, liegen lose in einer Mappe in der Bildarchiv- und Grafiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek vor. Die bildlichen Ressourcen stammen dabei von verschiedenen
ZeichnerInnen usw. Am Umschlag der Mappe befindet sich ein handschriftlicher Titel „Ansichten aus Italien“. Um diesen fingierten(!) Bestand zu katalogisieren, wird folgendermaßen vorgegangen:
Zunächst eine NAK-Bestand Vorlage in Alma öffnen. Nun die Felder LDR und 007 löschen, anschließend ‚Aus Vorlage erweitern’ und nun die Bild-Vorlage für Zeichnungen auswählen, da in dem Bestand zum überwiegenden Teil Zeichnungen vorliegen. Danach aus Feld 655, in dem nun neben "Bestand" auch das Subfeld $$a Zeichnung steht, ebendieses Subfeld $$a Zeichnung löschen. Anschließend den Bestandsdatensatz nach den Vorgaben von NAK/RNAB und jenen der AG Bild des OBVSG ausfüllen, s. dazu auch:
https://wiki.obvsg.at/Katalogisierungshandbuch/ArbeitsunterlagenPFKANAKBilder . Dabei sind insbesondere folgende Punkte zu beachten:
LDR – Pos. 7 „c – Sammlung“ und Pos. 19 „a – Set“ eingeben. 041 – wenn [wie hier fingiert(!)] ein Titel auf der Mappe in deutscher und etwa die einzelnen Bildnamen in italienischer Sprache vorliegen, kann ein oder können mehrere zutreffende Sprachcode/s vergeben werden. 044 – wenn sicher ist, wo die [wie hier fingierten(!)] Zeichnungen, bzw. die Grafik entstanden ist/sind, oder dies ermittelt wurde, kann ein oder können hier mehrere zutreffende Ländercode/s vergeben werden. 100 – wenn [wie hier fingiert(!)] angenommen, die
ZeichnerInnen bekannt sind, dann eine davon in Feld 100 angeben, alle weiteren in 700. 264 $$a – hier wird/werden, wenn bekannt oder ermittelt, ein oder mehrere zutreffende/r Entstehungs- bzw. Erscheinungsort/e anhand der, in der Mappe vorliegenden Bilder angegeben. 490 – Hier wird der Titel aus 245 $$a übernommen und anschließend wird nach einem Spatium ein Pluszeichen hinzugefügt. 655 – Ergänzend zur bereits vorliegenden Angabe Bestand werden weitere Ressourcenarten die im Bestand selbst vorliegen, in jeweils separaten 655er Feldern angegeben [wie hier fingiert(!)] z.B. „Zeichnung“ und „Druckgrafik“. Hierbei ausschließlich Begriffe aus dem in 655 vorliegenden Drop-Down Menü verwenden (Ausnahme: Bei der Katalogisierung von Gemälden würde „Malerei“ in ein Feld 653#6 $$a eingetragen). 700 – Wenn der/die Bestandsbildner/in eine/mehrere Person/en ist/sind, dann wird/werden diese in (je einem) Feld 700 eingetragen, wenn möglich, mit
GND-Verlinkung. 710 – Wenn der/die Bestandsbildner/in eine/mehrere Körperschaft/en ist/sind, dann wird/werden diese in (je einem Feld) 710 mit der Funktionskennzeichnung
BestandsbildnerIn in $$4 eingetragen – aber nur, wenn eine
GND-Verlinkung möglich ist! 751 – Wenn in Feld 264 $$a ein/mehrere Entstehungs- oder Erscheinungsort/e, ob nach Vorlage oder ermittelt, angegeben wird/werden, dann wird/werden diese/r wenn möglich in normierter Form, immer mit
GND-Verlinkung und mit einer zutreffenden Funktionskennzeichnung (prp oder pup), in 751 angegeben. Ein Bestandsdatensatz, katalogisiert in Alma-NAK, würde für zuvor dargelegtes [fingiertes(!)] Beispiel (10 Zeichnungen … Bildarchiv- und Grafiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek)
vor dem Speichern in Alma etwa so aussehen:
LDR #####nkc#a22######ca4500 ->
007 kd#||| ->
008 ######i19011905|||############|||#|####u ->
009 AC_NUMMER_BESTAND ->
040 $$b ger $$e rnab ->
041 $$a ita $$a ger ->
044 $$c XA-AAAT $$c XA-IT ->
090 $$v 1
100 $$a NACHNAME, VORNAME z.B. eines/r der Zeichner/innen aus dem Bestand $$0 Wenn Name in
GND vorhanden, dann mit
GND verlinken und in $$4 zutreffende Funktionskennzeichnung, z.B.
ZeichnerIn aus dem Drop-Down-Menü auswählen ->
245 $$a Ansichten aus Italien ->
264 $$a z.B.: Venezia $$a oder z.B.: [Rom] $$c 1901-1905
300 $$a 1 Mappe (10 Zeichnungen und 1 Druckgrafik) ->
336 $$b sti ->
337 $$b n ->
338 $$b nb
490 $$a Ansichten aus Italien +
500 $$a Handschriftlicher Titel auf der Mappe; überwiegend Zeichnungen, teilweise koloriert und eine Druckgrafik ->
520 $$a Angaben zum Inhalt der Bilder der Mappe, z.B.: Ansichten aus Italien (Städte, Landschaften usw.)
655 $$N Bestand $$0 (DE-588)4442471-1 $$2 gnd-content ->
655 z.B. $$N Zeichnung $$0 (DE-588)4127900-1 $$2 gnd-content ->
655 z.B. $$N Druckgrafik $$0 (DE-588)4113357-2 $$2 gnd-content [655: Nach Bedarf wiederholbar] ->
689 $$a
GND-Schlagwort/Schlagwörter zum Bestandsinhalt, z.B. Italien ... [nur it
GND-Verknüpfung!]
700 $$a Wenn angegeben oder ermittelt: NACHNAME, VORNAME von, an der Entstehung einer, in der [hier fingierten(!)] Mappe enthaltenen Zeichnungen bzw. Druckgrafik, beteiligten Person $$0 Wenn Name in
GND vorhanden, dann mit
GND verlinken und in $$4 zutreffende Funktionskennzeichnung, z.B.
ZeichnerIn aus dem Drop-Down-Menü auswählen (Feld 700 bei Bedarf wiederholbar) ->
710 z.B. $$a Österreichische Nationalbibliothek $$b Porträtsammlung und Bildarchiv $$0 (DE-588)2115205-6 $$4 oth $$e
BestandsbildnerIn (Feld 710 bei Bedarf wiederholbar) ->
751 z.B. $$a Venedig $$0 (DE-588)4062501-1 $$4 prp (z.B. bei Zeichnungen) oder z.B. $$a Rom $$0 (DE-588)4050471-2 $$4 pup (z.B. bei Druckgrafiken) (Feld 751 bei Bedarf wiederholbar)
970 $$d NAK ->
972 $$a N-####
.) Anschließend werden, entsprechend den im Bestand enthaltenen Ressourcen, einzelne Werkdatensätze nach den Vorgaben von NAK/RNAB und der AG Bild des OBVSG erstellt. Hierbei sind insbesondere folgende Punkte zu berücksichtigen: Zunächst die Vorlage für NAK-Werk öffnen und die Felder LDR, 007, 300, 336, 337 sowie 338 löschen. Danach diesen Datensatz um die, der jeweils vorliegenden Bildressource entsprechenden „Vorlage erweitern“ -> In dem [hier fingierten(!)] Bestand wären das insgesamt in Folge je 10 x die Vorlage für Zeichnungen und 1 x die Vorlage für Druckgrafiken. Hierbei folgendermaßen vorgehen:
LDR – Pos. 19 „b – Teil mit unabhängigem Titel“ eingeben (wenn im Bestandsdatensatz, wie hier zuvor geschehen, in Pos.19 "a – Set" angegeben wurde). Weiters die Felder 041ff in den einzelnen Datensätzen zu den bildlichen Ressourcen im Sinne der Bildkatalogisierung ausfüllen. Damit die Verlinkungen (jeweils) mit dem übergeordneten Bestandsdatensatz problemlos funktioniert, insbesondere folgende Felder beachten: 490 1# $$a – Hier den Titel aus Feld 245 $$a des übergeordneten Bestanddatensatzes ohne(!) Pluszeichen übernehmen. 830 #0 – Hier in $$w die AC-Nummer des übergeordneten Bestanddatensatzes angeben. Ein Werk-Zeichnung-Datensatz, katalogisiert in Alma-NAK nach den Vorgaben der Bildkatalogisierung und RNAB, würde für eine der [wie hier angenommen, fingierten(!)] Zeichnungen
vor dem Speichern in Alma etwa so aussehen:
LDR #####nkm#a22######cb4500 ->
007 kd#||| ->
008 ######s1901####|||############|||#|####u ->
009 AC_NUMMER_Zeichnung 1 aus der Mappe ->
040 $$b ger $$e rnab ->
041 $$a ita ->
044 $$c XA-IT (wenn gesichert ist, dass die Zeichnung ausschließlich vor Ort, hier z.B. Italien, entstanden bzw. fertiggestellt wurde) ->
090 $$v 3
100 $$a NACHNAME, VORNAME z.B. des/der Zeichner/in $$0 Wenn Name in
GND vorhanden, dann mit
GND verknüpfen und in $$4 zutreffende Funktionskennzeichnung, z.B.
ZeichnerIn aus dem Drop-Down-Menü auswählen ->
245 $$a z.B.: Piazza San Marco (Titel der Zeichnung nach Vorlage, andernfalls Titel fingieren) $$c Verantwortlichkeitsangabe, wenn vorhanden z.B.: Signatur des/der
KünstlerIn nach Vorlage ->
264 $$a Ort/e nach Vorlage, oder ermittelt, z.B.: Venezia oder [Venedig] $$c Datierung nach Vorlage (oder ermittelt), z.B.: 1901
300 $$a 1 Zeichnung $$c Maßangabe im Format H x B ->
336 $$b sti ->
337 $$b n ->
338 $$b nb ->
340 z.B. $$a Papier $$d Bleistiftzeichnung
490 $$a Name des (übergeordneten) Bestandes (ident zu 245 $$a des Bestandsdatensatzes) z.B.: Ansichten aus Italien
500 $$a Angaben zur bildlichen Ressource, z.B.: Bleistiftzeichnung, koloriert; Titel nach handschriftlicher Angabe in italienischer Sprache auf der Rückseite der Zeichnung; Signatur und Datierung rechts unten: "... 1901" ->
520 $$a Angaben zum jeweiligen Bildinhalt, z.B.: Blick auf den Markusplatz von Westen
655 $$a Zeichnung $$0 (DE-588)4127900-1 $$2 gnd-content ->
689 $$a
GND-Schlagwort/Schlagwörter zum Bildinhalt, z.B. Markusplatz (nur mit
GND-Verknüpfung!)
700 $$a Wenn angegeben oder ermittelt: NACHNAME, VORNAME von, an der Entstehung der [hier fingierten(!)] Zeichnung beteiligten Person $$0 Wenn Name in
GND vorhanden, dann mit
GND verlinken und in $$4 zutreffende Funktionskennzeichnung, z.B.
ZeichnerIn aus dem Drop-Down-Menü auswählen (Feld 700 bei Bedarf wiederholbar) ->
751 $$a z.B. Venedig $$0 (DE-588)4062501-1 $$4 prp (751 bei Bedarf wiederholbar)
830 $$w AC_NUMMER_BESTAND ->
970 $$d NAK ->
972 $$a N-####
Hinweis: Um innerhalb des OBVSG in NAK katalogisieren zu können, muss die katalogisierende Institution über eine OBVSG-NAK-Kennung verfügen.
Exkurs: Österreichisches Urheberrecht im Kontext der Katalogisierung bildlicher Darstellungen und dreidimensionaler Objekte
Das österreichischen Urheberrechtsgesetz definiert „Veröffentlichte Werke“ folgendermaßen:
"Veröffentlichte Werke §8: Ein Werk ist veröffentlicht, sobald es mit Einwilligung des Berechtigten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden ist." (Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001848 - Stand: 28.04.2025)
Bei Thomas Höhne u.a. wird in diesem Zusammenhang folgende Erläuterung zum Begriff „Öffentlichkeit“ angegeben:
"Ein Werk ist dann veröffentlicht im Sinn des UrhG, sobald es mit der Einwilligung der Berechtigten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden ist. Auf die Art und Weise der Veröffentlichung kommt es nicht an. [...] Was versteht man unter Öffentlichkeit? Die Allgemeinheit, zumindest ein breites Publikum. Versendet der Urheber sein Werk lediglich an eine Person, trägt er es in seinem engsten Freundeskreis vor, ist Öffentlichkeit nicht gegeben". (Quelle: Thomas Höhne, Sascha Jung, Alexander Koukal, Georg Streit: Urheberrecht für die Praxis. Handbuch. 2. Auflage, Verlag Österreich: Wien 2016, S. 50)
Eine bildliche Darstellung oder ein dreidimensionales Objekt ist also „veröffentlicht“, sobald dieses der
Öffentlichkeit, also der
Allgemeinheit, zumindest aber
einem breiten Publikum zugänglich ist, z.B. ein einzelner Druck, ein Gemälde, eine Fotografie oder eine Skulptur, die in einer Galerie ausgestellt sind.
Für die Erschließung bildlicher Darstellungen oder dreidimensionaler Objekte bedeutet dies in der Praxis in vielen Fällen, wie etwa bei der Erschließung eines Gemälde, dass, mit Blick auf das österreichische Urheberrecht, nur eine
Entstehungsangabe erstellt werden kann, weil: Die Ausstellung eines Gemäldes in einer Galerie beispielsweise hat nichts mit der Veröffentlichungsangabe im Rahmen der bibliografischen Erschließung dieses Gemäldes zu tun.
Zum Thema „Erschienene Werke“ heißt es im österreichischen Urheberrechtsgesetz:
„Erschienene Werke §9:
- Ein Werk ist erschienen, sobald es mit Einwilligung der Berechtigten der Öffentlichkeit dadurch zugänglich gemacht worden ist, daß [sic] Werkstücke in genügender Anzahl feilgehalten oder in Verkehr gebracht worden sind.
- Ein Werk, das innerhalb eines Zeitraumes von 30 Tagen im Inland und im Ausland erschienen ist, zählt zu dem im Inland erschienenen Werken.“
(Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001848 - Stand: 28.04.2025)
Bei Thomas Höhne u.a. wird in diesem Zusammenhang folgende Erläuterung zum Begriff „Erschienene Werke“ angegeben:
„Ein Werk gilt als ‚erschienen‘, sobald es der Öffentlichkeit mit Einwilligung des Berechtigten durch in genügender Anzahl verfügbarer Werkstücke zugänglich ist. [...] Das ‚Erscheinen‘ eines Werkes setzt wie die ‚Veröffentlichung‘ (§8) voraus, dass das Werk der Öffentlichkeit mit Einwilligung des Berechtigten zugänglich gemacht wird [...] Darüber hinaus muss das Werk dadurch zugänglich sein, dass Werkstücke in genügender Anzahl feilgehalten oder in Verkehr gebracht worden sind. Werkstücke sind eine körperliche Fixierung eines Werkes [...]“. (Quelle: Thomas Höhne, Sascha Jung, Alexander Koukal, Georg Streit: Urheberrecht für die Praxis. Handbuch. 2. Auflage. Verlag Österreich: Wien 2016, S. 52)
Bildliche Darstellungen oder dreidimensionale Objekt sind also „erschienen“, sobald diese mit Einwilligung des/der Berechtigten für die Öffentlichkeit durch eine genügende Anzahl von Werkstücken feilgehalten oder in den Verkehr gebracht wurden (z.B. ein Druck, der in einem Verlag in identer Form in einer bestimmten Stückzahl erschienen ist, oder eine Fotografie, die für eine weitere Nutzung über eine Fotoagentur angeboten wird, etc.).
Für die Erschließung bildlicher Darstellungen oder dreidimensionaler Objekte bedeutet dies in der Praxis in vielen Fällen, dass bei „erschienenen Werken“ mit Blick auf das österreichische Urheberrecht, eine
Veröffentlichungs- oder Herstellungsangabe gemacht werden kann.
Exkurs: Bevorzugter Titel des Werks in 130 0# oder 240 10
Die Vergabe eines bevorzugten Titels erfolgt bei der Bildkatalogisierung nach den Regeln der
RDA Bild.
Hinweis Beim Erschließen bildlicher und dreidimensionaler Objekte im OBV wird nur dann ein bevorzugter Titel vergeben, wenn ein solcher für die vorliegende bildliche Ressource gültig/zutreffend und in der GND vorhanden ist!
Ein bevorzugter Titel wird dabei entweder
- in MARC 130 (nur bei der Katalogisierung von Werken ohne geistigen Schöpfer verwenden) oder
- in Marc 240 (nur bei der Katalogisierung von Werken mit geistigem Schöpfer verwenden) vergeben.