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773 18 LKR-Verknüpfungen

Stand: 22.08.2025

Was sind LKR-Verknüpfungen?

LKR = LinKs between Records

Bindeeinheiten, aus Aleph bekannt als LKR- oder ITM-Verknüpfungen, sind notwendig, wenn sich mehrere Titeldatensätze ein Exemplar teilen. Das ist in erster Linie bei Bibliotheksbindungen der Fall, also wenn mehrere Werke zusammengebunden werden, die ursprünglich nicht zusammen gehören. Es gibt im Wesentlichen zwei Fälle, in denen Sie eine Verknüpfung machen müssen.
  • Bibliotheksbindungen (LKR): Die Bibliothek hat mehrere Titel, für die es eigene Titeldatensätze gibt, zusammengebunden. Damit müssen sich mehrere Titeldatensätze ein einziges Exemplar teilen.
  • Verknüpfungen zur hierarchischen Überordnung: Wenn bei einer Zeitschrift zusätzlich einzelne TUTs erscheinen, möchte man die Exemplare dieser TUTs an der Zeitschrift haben, da andernfalls im Katalog eine Lücke in der Exemplarliste entsteht. Damit besitzt der TUT allerdings kein Exemplar und muss mit dem Exemplar an der Zeitschrift verbunden werden.
In beiden Fällen hängt das Exemplar an einem anderen Titeldatensatz. Damit die beiden im Katalog zusammenfinden, muss eine Verbindung zwischen ihnen hergestellt werden. Bindeeinheiten (LKR) und Verknüpfungen zur hierarchischen Überordnung funktionieren in Alma gleich, das heißt, diese Anleitung gilt für beide Anwendungen.

Herstellen einer LKR-Verknüpfung

Suchen Sie den Datensatz mit dem Exemplar und kopieren Sie die AC-Nummer samt Präfix "(AT-OBV)" aus dem Feld 035

1. BIB-DS: 🏛 773 18

Option 1: LKR-Verknüpfungen mit aufzählender Beschreibung

Suchen Sie den Datensatz ohne Exemplar und fügen Sie ein lokales Erweiterungsfeld (Bearbeitungs-Aktionen → Neues lokales Erweiterungsfeld oder Strg + L) mit folgendem Inhalt ein:
🏛 773 18 $$w (AT-OBV)AC15420590 $$g no:LKR

oder
🏛 773 18 $$w (AT-OBV)AC15420590 $$g no:40
Achten Sie immer darauf, dass vor dem Feld ein Tempel-Symbol angezeigt wird, welches darauf verweist, dass es sich um ein lokales Erweiterungsfeld handelt.

In Subfeld $$w wird die AC-Nummer des Datensatzes, an dem das Exemplar hängt, eingetragen.
In Subfeld $$g wird nach dem Präfix "no:" ohne Abstand der Inhalt aus dem Feld "Zählung A" des Exemplars eingetragen. Bei Bindeeinheiten ist dies "LKR", bei Verknüpfungen zur hierarchischen Überordnung in der Regel die Bandzählung des TUTs.
Benötigt man einen weiteren Filter (z. B. bei Heften von Zeitschriftenjahrgängen) kann der Inhalt aus dem Feld "Zählung B" des Exemplars in ein weiteres Subfeld $$g nach dem Präfix "iss:" eingetragen werden.
🏛 773 18 $$w (AT-OBV)AC15420590 $$g no:LKR $$g iss:147

Option 2: LKR-Verknüpfungen mit Strichcode (Alternative)

Suchen Sie den Datensatz ohne Exemplar und fügen Sie ein lokales Feld mit folgendem Inhalt ein:
🏛 773 18 $$w (AT-OBV)AC15420590 $$g no:+XOBV20190724
Achten Sie immer darauf, dass vor dem Feld ein Tempel-Symbol angezeigt wird, welches darauf verweist, dass es sich um ein lokales Feld handelt.

In Subfeld $$w wird die AC-Nummer des Datensatzes, an dem das Exemplar hängt, eingetragen. In Subfeld $$g wird nach dem Präfix "no:" ohne Abstand der Strichcode des verknüpften Exemplars eingetragen, welchen Sie einfach mit Hilfe Ihres Barcodelesegerätes einscannen können. Fügen Sie pro Barcode ein eigenes lokales Feld 773 18 ein.
🏛 773 18 $$w (AT-OBV)AC15420590 $$g no:+XOBV20190724
🏛 773 18 $$w (AT-OBV)AC15420590 $$g no:+XOBV20190720

2. BIB-DS: 970 7#

Fügen Sie ein zentrales Feld 970 7# mit folgendem Inhalt ein
970 7# $$a LKR/ITM-... z.B. LKR/ITM-OeNB
Es handelt sich um ein verbundweites Feld, das andere Bibliotheken auf die nur lokal vorhandene LKR-Verknüpfung aufmerksam macht und vor der Löschung des Datensatzes schützt.
Wenn Sie in 970 7# ein Subfeld $$A einfügen, öffnet sich eine CV-Liste, aus der der Wert "LKR/ITM" ausgewählt werden kann.
Beim Abspeichern wird Subfeld $$A in Subfeld $$a geändert und um die Institutions-ISIL ergänzt.
Alternativ können Sie in 970 7# in Subfeld $$a "lkr" oder "itm" eintragen. Beim Abspeichern wird in Subfeld $$a der Eintrag "LKR/ITM" mit der Institutions-ISIL (z. B. LKR/ITM-OeNB) eingespielt.

3. Exemplarbearbeitung

Fügen Sie im Exemplar eine öffentliche Notiz ein
Exemplareditor → Reiter "Notizen" → "Öffentliche Notiz": Wählen Sie eine Formulierung wie z.B. "Bindeeinheit mit N Werken", ersetzen Sie "N" durch die Anzahl der Werke, die tatsächlich zusammengebunden sind (z.B. Bindeeinheit mit 5 Werken).


lkr6.PNG

3a. Nur bei Bindeeinheiten
Füllen Sie im Exemplar die "Zählstufe A" aus. Der Inhalt aus dem Feld "Zählung A" muss dem Eintrag im verknüpften Titeldatensatz in Feld 773 18 $$g entsprechen.
Exemplar einer Bindeeinheit:

lkr1.PNG

Beim Speichern des Exemplars wird der Inhalt aus "Zählung A" in das Feld Beschreibung eingespielt.

Wenn die Strichcodemethode gewählt wird, ist es nicht mehr nötig "LKR" in die Zählung 1 zu schreiben.

3b. Nur bei Verknüpfungen zur hierarchischen Überordnung
Bearbeiten Sie das Exemplar wie ein Zeitschriftenexemplar. Das heißt, tragen Sie die Zähl- und Kalenderstufen ein, füllen Sie die Beschreibung aus etc.

Exemplar eines TUTs an einer Zeitschrift:
lkr2.PNG

Fertig
Nach dem nächsten Linking (täglich um 23:00 Uhr) wird der verknüpfte Bestand beim Datensatz ohne Exemplar angezeigt.

Anzeige in Alma

lkr3.PNG

Anzeige in Discovery (Primo)

Bindeeinheit:
lkr5.PNG

Verknüpfungen zur hierarchischen Überordnung:
lkr4.PNG

Anmerkungen (Migrierte Daten)

Im migrierten Feld 773 18 steht die lokale MMS-ID des Zieldatensatzes.
🏛 773 18 $$w 990005560960203337
Neue Bindeeinheiten werden aber, wie oben beschrieben, mit der AC-Nummer in Subfeld $$w angesetzt. Bei migrierten LKR-Verknüpfungen wurden die Daten standardmäßig als Aufzählung übernommen.

Die beschriebene Vorgehensweise für die Herstellung einer LKR-Verknüpfung bleibt gleich, unabhängig davon, ob am Zieldatensatz oder am verlinkten Datensatz noch weitere Exemplare hängen.

Migrierte Datensätze mit LKR-Verknüpfung besitzen zusätzlich ein lokales Feld mit den aus Aleph migrierten Angaben im LKR-Feld.
🏛 980 2# $$a ITM $$b 556096 $$l WUW50
Gibt es weitere verknüpfte Bestandsdatensätze, ist oft nur schwer erkennbar, welcher die LKR-Verknüpfung betrifft, denn es werden alle Bestände als "verknüpft" angezeigt.

Checkliste

Für LKR-Verknüpfungen mit aufzählender Beschreibung

1. Im Datensatz ohne Exemplar
unchecked Ist das Feld 773 18 vorhanden?
unchecked Hat das Feld 773 18 ein Tempelsymbol (= lokales Feld)?
unchecked Ist das Präfix "(AT-OBV)" in 773 18 $$w vor der AC-Nummer vorhanden?
unchecked Steht in Subfeld $$g der Inhalt aus dem Feld "Zählung A" des Zielexemplars?
unchecked Steht "no:" vor dem Eintrag in Subfeld $$g?
unchecked Ist 970 7# $$a LKR/ITM-… vorhanden (zentrales Feld)?

2. Im Exemplar
unchecked Ist die Zählstufe A ausgefüllt?
unchecked Ist die öffentliche Notiz eingetragen?

Für LKR-Verknüpfungen mit Strichcode

1. Im Datensatz ohne Exemplar
unchecked Ist das Feld 773 18 vorhanden?
unchecked Hat das Feld 773 18 ein Tempelsymbol (= lokales Feld)?
unchecked Ist das Präfix "(AT-OBV)" in 773 18 $$w vor der AC-Nummer vorhanden?
unchecked Steht der Strichcode des Zielexemplars in Subfeld $$g?
unchecked Steht "no:" vor dem Strichcode in Subfeld $$g?
unchecked Ist 970 7# $$a LKR/ITM-… vorhanden (zentrales Feld)?

2. Im Exemplar
unchecked Ist die öffentliche Notiz eingetragen?
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